In einem Jahr, das von rückläufigem Konsum, schwacher Verbraucherstimmung und strukturellem Druck im gesamten europäischen Weinhandel geprägt war, hat die Hawesko Holding SE einmal mehr ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Gesamtmarkt zu übertreffen.
Auf Basis vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 meldete die Hamburger Premium-Weinhandelsgruppe einen konsolidierten Umsatz von 622 Millionen Euro und einen operativen Gewinn (EBIT) von 26 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 4,1 Prozent entspricht.
Während der Umsatz der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zurückging, fiel dieser Rückgang deutlich geringer aus als der geschätzte Rückgang von 6 Prozent im gesamten Weinmarkt. Diese überdurchschnittliche Performance unterstreicht das robuste Geschäftsmodell von Hawesko und seine diversifizierte Präsenz im Einzelhandel, im B2B-Bereich und im E-Commerce.
Die Segmentleistung spiegelt die Marktrealitäten wider
Das B2B-Segment erwies sich erneut als stabilisierende Säule des Konzerns. Der Umsatz stieg um gut 2 Prozent auf rund 203 Millionen Euro, getragen von einer soliden Nachfrage aus der Gastronomie, dem Fachhandel und von Premium-Distributionspartnern. Im Gegensatz dazu waren die Endkundensegmente in Deutschland deutlich von der verhaltenen Kaufkraft und dem zurückhaltenden Konsumverhalten betroffen.
Der Umsatz im stationären Einzelhandel erreichte 226 Millionen Euro, ein Rückgang gegenüber 234 Millionen Euro im Vorjahr. Der E-Commerce-Bereich verzeichnete mit rund 7 Prozent einen deutlicheren Rückgang auf 193 Millionen Euro. Trotz dieser Herausforderungen konnte Hawesko die operative Rentabilität nahezu auf Vorjahresniveau halten – angesichts des schwierigen Umfelds eine bemerkenswerte Leistung.
Rentabilität durch Kostendisziplin stabilisiert
Das EBITDA belief sich auf 51 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 8,2 Prozent entspricht. Obwohl sowohl EBIT als auch EBITDA im Jahresvergleich zurückgingen, unterstreicht die relative Stabilität der Margen die Wirksamkeit der im Jahr 2025 eingeführten Kosten- und Effizienzmaßnahmen. Diese Initiativen wurden entwickelt, um sinkenden Absatzmengen und steigenden Betriebskosten entgegenzuwirken, und zeigen bereits messbare Erfolge.
CEO Thorsten Hermelink betonte, dass sich das Unternehmen das ganze Jahr über bewusst auf die Optimierung von Strukturen und Kostenstrukturen konzentriert habe, um damit die Grundlage für eine verbesserte Ertragsdynamik ab 2026 zu schaffen.
Positionierung für die Marktkonsolidierung
Als Marktführer ist Hawesko bestens aufgestellt, um aktiv an der erwarteten Konsolidierung des Weinhandels in Deutschland und Europa teilzuhaben. Dank eines starken Cashflows und einer optimierten Kostenstruktur verfügt der Konzern über die finanzielle Flexibilität, strategische Chancen zu nutzen und gleichzeitig weiterhin in Innovation und Kundenbindung zu investieren.
Quelle: Hawesko Holding
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