Domaines Kilger zahlungsunfähig – schwerer Rückschlag für die Weinregion Südsteiermark

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Die bekannte Wein- und Gastgewerbegruppe Domaines Kilger GmbH & Co KG mit Sitz in Gamlitz in der österreichischen Region Südsteiermark hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet.

Am 23. Februar wurde offiziell das Insolvenzverfahren eingeleitet, was eine dramatische Entwicklung für eines der ambitioniertesten Investitionsprojekte der Region im vergangenen Jahrzehnt darstellt.

Finanzieller Zusammenbruch nach jahrelangen steigenden Verlusten

Die finanzielle Lage des Konzerns verschlechterte sich in den letzten Jahren rasant. Bereits 2023 hatten sich die Verluste auf über 3 Millionen Euro erhöht. Die Situation verschärfte sich 2024 deutlich, der kumulierte Verlust erreichte 26,67 Millionen Euro .

Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich aktuell auf rund 80 Millionen Euro , während das Eigenkapital einen negativen Saldo von 18,56 Millionen Euro aufweist. Das Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und hat den regulären Geschäftsbetrieb eingestellt.

Der Insolvenzverwalter wurde von der Kanzlei Pacher & Partner Rechtsanwälte GmbH & Co KG , vertreten durch Dr. Michael Pacher, bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 9. April 2026 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 12. März 2026 statt, die Anhörung zur Berichterstattung und Überprüfung am 23. April 2026.

Jenseits von Wein: Ein diversifiziertes Geschäftsnetzwerk

Domaines Kilger war mehr als nur ein Weinproduzent. Die Unternehmensgruppe war in den Bereichen Weinproduktion , Spirituosen , Tourismus, Gastronomie und Immobilienvermietung tätig. Zu ihrem Portfolio gehörten namhafte Betriebe entlang der Südsteirischen Weinstraße:

  • Schloss Gamlitz
  • Jaglhof
  • Buschenschank Warga-Hack
  • Kaminstub'n

Durch diese Vernetzung sind nicht nur die Weinbranche, sondern auch Restaurants, Beherbergungsbetriebe, landwirtschaftliche Betriebe und zahlreiche Zulieferer in der Region von der Insolvenz betroffen.

Regionale Auswirkungen und ungewisse Zukunft

Die Südsteiermark ist stark vom Weintourismus und der Gastronomie abhängig. Der Zusammenbruch eines so bedeutenden Konzerns schafft erhebliche Unsicherheit für Angestellte, lokale Erzeuger, Dienstleister und Gläubiger.

Laut Vertretern des Österreichischen Gläubigerverbands (AKV) liegt noch kein konkreter Sanierungsplan vor. Derzeit wird eine umfassende Vermögensbestandsaufnahme durchgeführt. Erst nach deren Abschluss lassen sich die realistischen Aussichten auf eine Sanierung oder Liquidation beurteilen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob Teile der Gruppe erhalten werden können oder ob eine vollständige Auflösung unausweichlich wird.

Quelle: Vinetur

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