Laut Daten des Deutschen Weininstituts (DWI) ging der Weinkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr merklich zurück.
Sowohl die von den Haushalten gekaufte Weinmenge als auch die damit erzielten Einnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahr um etwa 7 %, was auf eine verhaltene Konsumstimmung im ganzen Land hindeutet.
Der DWI-Bericht basiert auf einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Nielsen , für die rund 20.000 deutsche Haushalte befragt wurden. Obwohl die Umfrage keine absoluten Verkaufszahlen liefert, zeigt sie einen deutlichen Rückgang der Kaufhäufigkeit und -menge bei Weinkäufern. CEO Melanie Broyé Engelkes merkte an, dass die Anzahl der Weinkäufer zwar relativ stabil geblieben sei, der individuelle Konsum jedoch gesunken sei. Dies spiegele die angespannte Marktlage wider, für die wenig mit einer baldigen Erholung zu rechnen sei.
Interessanterweise konnten deutsche Weine ihren Marktanteil leicht ausbauen und erreichten im vergangenen Jahr 42,6 %. Italienische Weine belegen mit 17 % den zweiten Platz, gefolgt von spanischen mit 13 % und französischen mit 9 %. Der allgemeine Rückgang betrifft jedoch alle Weinkategorien – sowohl einheimische als auch importierte.
Der DWI betont, dass dieser Trend durch die Zurückhaltung der Verbraucher bedingt ist, die durch die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten und die verhaltenen Konsumaussichten der privaten Haushalte beeinflusst wird. Deutsche Weingüter und Vertriebshändler reagieren darauf, indem sie sich an die geringere Nachfrage anpassen, den Fokus auf Exporte und Weintourismus legen und ihre Präsenz auf dem Inlandsmarkt aufrechterhalten.
Dieser Rückgang spiegelt breitere Trends in ganz Europa wider, wo auch andere Weinbauländer aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen und veränderter Konsumgewohnheiten mit sinkenden Konsumzahlen zu kämpfen haben. Branchenvertreter hoffen weiterhin, dass eine Erholung des Verbrauchervertrauens zur Stabilisierung des Marktes in den kommenden Jahren beitragen wird.
Quelle: Vinetur
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